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Wohnung vermieten in Berlin

Eine Wohnung in Berlin zu vermieten heißt: den richtigen Preis finden, die Unterlagen vorbereiten, ein überzeugendes Inserat schalten und aus vielen Bewerbern die zuverlässige Person auswählen. Dieser Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf, mit den rechtlichen Vorgaben, die in Berlin gelten.

In vier Schritten zur vermieteten Wohnung

Der Ablauf ist bei fast jeder Vermietung derselbe. Wenn du diese vier Schritte in der richtigen Reihenfolge gehst, vermeidest du die häufigsten Fehler: eine unzulässige Miete, ein schwaches Inserat und eine Auswahl, die auf dem Bauchgefühl statt auf Unterlagen beruht.

  1. Preis bestimmen - die zulässige Miete nach Mietspiegel und Mietpreisbremse.
  2. Vorbereiten - Energieausweis, Grundriss, Fotos.
  3. Inserieren - ein vollständiges, ehrliches Inserat schalten.
  4. Prüfen - Bewerber anhand von Unterlagen auswählen.

Schritt 1: Die zulässige Miete bestimmen

In Berlin darfst du die Miete nicht frei festlegen. Bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse: Die Kaltmiete darf höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Dieser Vergleichsmaßstab ist der Berliner Mietspiegel 2026.

Den konkreten Wert für deine Wohnung bekommst du in vier Schritten mit dem kostenlosen Mietspiegel-Rechner. Die konkrete Obergrenze und die Ausnahmen (Neubau, umfassende Modernisierung) erklärt die Seite zur Mietpreisbremse Berlin. Eine Miete deutlich über der Vergleichsmiete ist nicht nur angreifbar, sondern schreckt auch gute Bewerber ab.

Schritt 2: Unterlagen und Wohnung vorbereiten

Bevor das Inserat online geht, brauchst du den Energieausweis. Seine Kennwerte sind im Inserat gesetzlich vorgeschrieben: Energieträger, Baujahr, Endenergiebedarf oder -verbrauch und die Energieeffizienzklasse. Fehlen diese Angaben, droht ein Bußgeld.

Ebenso wichtig, wenn auch nicht Pflicht: ein Grundriss, die genaue Wohnfläche und gute Fotos bei Tageslicht. Inserate mit hellen, aufgeräumten Fotos und einem Grundriss bekommen spürbar mehr qualifizierte Anfragen. Die Wohnungsgeberbestätigung brauchst du erst später, wenn sich der neue Mieter beim Bürgeramt anmeldet.

Schritt 3: Das Inserat erstellen

Ein gutes Inserat ist ehrlich und vollständig. Es nennt Kaltmiete, Nebenkosten und Kaution, die Wohnfläche, die Zimmerzahl, das Stockwerk, die Ausstattung (Küche, Balkon, Heizungsart) und den frühesten Einzugstermin. Je genauer die Angaben, desto weniger unpassende Anfragen bekommst du.

Auf Domily lädst du die Fotos hoch und beschreibst die Wohnung in einem Satz; die vollständige Beschreibung wird automatisch erstellt. Danach erreichst du Interessenten, die ihr Mietprofil bereits hinterlegt haben, sodass die Unterlagen von Anfang an vorliegen.

Schritt 4: Bewerber prüfen und auswählen

Der wichtigste Schritt ist die Auswahl. Bei einer gefragten Wohnung bekommst du schnell 30 bis 50 Bewerbungen. Damit du zuverlässig entscheidest, stützt du dich auf drei Nachweise: die Selbstauskunft, den Einkommensnachweis (in der Regel die letzten drei Gehaltsabrechnungen) und die Bonität.

Auf Domily hängen die Bewerber diese Nachweise selbst an ihre Bewerbung, und du legst pro Inserat deine Einkommens- und Unterlagenkriterien fest. Worauf du bei der Bonität achtest, erklärt der Leitfaden zur Bonitätsprüfung des Mieters. Als Faustregel gilt: Die Kaltmiete sollte höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens ausmachen. Suchst du einen Ersatzmieter für einen noch laufenden Vertrag, hilft der Artikel zum Nachmieter finden.

Besichtigung organisieren

Zwei Formate haben sich bewährt: die Einzelbesichtigung (ruhiger, mehr Zeit pro Person) und die Sammelbesichtigung (effizienter bei vielen Interessenten). Wichtig ist, dass du nur Bewerber einlädst, deren Eckdaten passen, und dass die Terminvergabe nicht in einem Chaos aus E-Mails endet. Auf Domily buchen Interessenten ihren Besichtigungstermin selbst in einem freien Zeitfenster.

Mietvertrag und Übergabe

Steht die Auswahl, folgen Mietvertrag und Übergabe. Der Mietvertrag sollte Kaltmiete, Nebenkostenvorauszahlung, Kaution (höchstens drei Nettokaltmieten), Kündigungsfristen und etwaige Vereinbarungen zu Kleinreparaturen klar regeln. Bei der Übergabe hältst du den Zustand der Wohnung und alle Zählerstände in einem Wohnungsübergabeprotokoll fest. Dieses Protokoll ist deine Absicherung, wenn es beim Auszug um die Kaution geht.

Häufige Fragen

Wie vermiete ich meine Wohnung in Berlin?+

In vier Schritten: die zulässige Miete anhand des Mietspiegels und der Mietpreisbremse bestimmen, Unterlagen und Fotos vorbereiten, ein Inserat erstellen und die Bewerber anhand von Selbstauskunft, Einkommensnachweis und Bonität prüfen.

Wie viel Miete darf ich in Berlin verlangen?+

Bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse: höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete aus dem Mietspiegel 2026. Den konkreten Wert für deine Wohnung liefert der kostenlose Mietspiegel-Rechner.

Welche Unterlagen brauche ich als Vermieter?+

Für das Inserat sind die Pflichtangaben aus dem Energieausweis nötig (Energieträger, Baujahr, Endenergiebedarf oder -verbrauch, Energieeffizienzklasse). Sinnvoll sind außerdem Grundriss, gute Fotos und, für den Einzug, die Wohnungsgeberbestätigung.

Wie prüfe ich die Bonität des Mieters auf Domily?+

Du legst pro Inserat deine Kriterien fest, etwa das Verhältnis von Einkommen zur Miete und welche Nachweise du brauchst. Die Bewerber hängen Einkommensnachweis und, falls gefordert, eine SCHUFA-Auskunft selbst an ihre Bewerbung an; Domily fragt fehlende Unterlagen automatisch nach. So prüfst du jedes Bewerberprofil, statt bei Besichtigungen Papiere einzusammeln.

Brauche ich einen Makler, um zu vermieten?+

Nein. In Berlin gilt das Bestellerprinzip, und die meisten privaten Vermieter inserieren selbst. Ein Online-Inserat mit strukturierter Bewerberprüfung ersetzt den Makler für die allermeisten Wohnungen.

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Wohnung vermieten in Berlin: Anleitung für Vermieter (2026)